Christliche Schweiz?

Gemäss der repräsentativen Nationalfondstudie (nfp58) gibt es in der Schweiz 17% „institutionelle Gläubige“. Dies sind alle Menschen, die sich in einer Kirche engagieren. 3 Prozentpunkte gehören zu den Freikirchen, 14 zu den Landeskirchen. Alle anderen werden in alternative, distanzierte oder säkulare Menschen aufgeteilt.

Nüchterne Zahlen. Ernüchterndes Resultat für die Kirchen.

Die Welt verändert sich. Vor 50 Jahren sah die Statistik anders aus. Das heisst nicht, dass unser Land christlicher war als heute, aber das Christentum war präsenter im Alltag der Menschen. Mit allen positiven und negativen Aspekten. Heute wird davon gesprochen, dass wir heute in einer nach-christlichen Gesellschaft leben.

Diese Tatsache muss uns zum Nachdenken bringen. Wie soll das Evangelium in einer nach-christlichen Gesellschaft verkündigt werden? Was ist überhaupt innerhalb von einer Generation mit der Religiosität in der Schweiz geschehen? Wie soll eine Gemeinde aussehen, in einer Gesellschaft die glaubt, das Christentum zu kennen und es mehr oder weniger hinter sich gelassen hat? Es gibt heute keine Gemeinde, die ein Rezept hat, wie „Kirche“ oder „Evangelisation“ aussehen muss damit es „funktioniert“. Ausnahmen sind Ausnahmen und bestätigen bloss die Regel.

Ich persönlich habe ein paar Vermutungen, was man tun könnte, aber keine Gewissheit. Die einzige Gewissheit, die ich habe, ist unser Fundament Jesus Christus (Eph 2,22). Und aufgrund dieser Gewissheit dürfen wir uns der unbekannten nach-christlichen Zeit stellen, Neues wagen, mutig sein. Dies wird für uns alle spannend und herausfordernd. Ich freue mich darauf.